Beatrice von Braunschweig über Ost-West-Identität, Stipendienkultur und die Kraft von Netzwerken
Shownotes
„Du bereust nur die Dinge, die du nicht getan hast.“
Ein Satz, der mehr ist als ein Motto. Er ist der Antrieb hinter Beatrice von Braunschweig. Mit 26 Jahren gehört sie zu einer Generation, die die deutsche Teilung nicht erlebt hat – und sich dennoch aktiv mit ihren Folgen auseinandersetzt.
Beatrice ist Journalistin, Mitgründerin des N5 Symposiums – der ersten Studierendenkonferenz für Ostdeutschland – und treibt aktuell mit großem Engagement die Initiative zur Studienstiftung des Ostens voran. Geboren 1999 in Halle (Saale), aufgewachsen in Wettin in Sachsen-Anhalt, beschreibt sie sich selbst als „Wossi“: westdeutsche Eltern, ostdeutsche Heimat. Eine Perspektive, die Brücken baut und gleichzeitig sichtbar macht, wo sie noch fehlen.
Im Podcast sprechen wir über Identität zwischen Ost und West, strukturelle Ungleichheiten 35 Jahre nach der Wiedervereinigung und darüber, warum Talentförderung im Osten eine der wichtigsten Zukunftsfragen ist.
Die Highlights der Folge im Fokus
Zwischen Ost und West – eine Generation dazwischen: Beatrice wächst mit zwei Perspektiven auf und erkennt als junge Studentin, dass sie „anders“ sozialisiert ist. Heute nutzt sie genau diese Perspektive als Stärke.
Das N5 Symposium – Sichtbarkeit für Ostdeutschland: 2021 aus dem Nichts gegründet, bringt die Konferenz junge Talente mit Führungspersönlichkeiten zusammen und schafft Role Models, die lange gefehlt haben.
Unsichtbares Problem: fehlende Netzwerke & Vorbilder Viele ostdeutsche Studierende bewerben sich nicht auf Stipendien – nicht aus mangelnder Leistung, sondern aus fehlendem Selbstbewusstsein und Information.
Stiftungen im Osten: Von ca. 25.000 Stiftungen sind nur 7% im Osten: Eine strukturelle Schieflage mit Folgen für Chancengleichheit, Förderung und demokratische Kultur.
Studienstiftung des Ostens – ein System verändern: Ein neues Begabtenförderungswerk soll gezielt Talente aus Ostdeutschland unterstützen – finanziell, ideell und durch starke Netzwerke.
Netzwerke sind Karrierefaktor Nr. 1: Nicht Geld, sondern Zugang, Wissen und Kontakte entscheiden oft über Erfolg.
Gen Z & Verantwortung: Während viele über Möglichkeiten sprechen, baut Beatrice Strukturen und zeigt, wie junge Menschen aktiv Zukunft gestalten können.
Mut zur Initiative: Ob Jugendrat im Dorf oder internationale Konferenz: Veränderung beginnt im Kleinen. Diese Episode ist mehr als ein Gespräch über Karriere. Es ist ein Blick auf strukturelle Ungleichheiten, auf Chancen und auf die Frage: Wie schaffen wir es, dass Herkunft nicht über Zukunft entscheidet?
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