Sabine Rennefanz über die Wucht der Wendezeit, ostdeutsche Verlusterfahrungen und die Suche nach Zugehörigkeit
„Wir haben gelernt, uns in einer neuen Welt einzufädeln – und das hat Kraft gekostet.“
Ein Satz, der viel von dem beschreibt, worüber Sabine Rennefanz seit Jahren schreibt: über Brüche, Herkunft, Anpassung und die langen Schatten der Nachwendezeit.
Sabine ist Journalistin, Essayistin und Bestsellerautorin. Mit Büchern wie Eisenkinder und Kosakenberg hat sie Texte geschrieben, in denen sich viele Ostdeutsche wiederfinden – nicht, weil sie einfache Antworten liefern, sondern weil sie Erfahrungen ernst nehmen, die lange überhört oder missverstanden wurden.
Geboren in Beeskow, aufgewachsen in Brandenburg, wurde sie zu einer der wichtigsten literarischen und publizistischen Stimmen, wenn es um ostdeutsche Biografien,...