Susann Böttcher über Radiomagie, ostdeutsche Perspektiven und den Mut, Chancen zu ergreifen
Shownotes
Susann Böttcher ist Radio-Sprecherin, Podcast-Host und Moderatorin. Viele kennen ihre Stimme aus MDR Aktuell, aus der interaktiven ARD-Sendung Mitreden! Deutschland diskutiert oder aus dem Podcast Kekulés Corona-Kompass, den sie gemeinsam mit Alexander Kekulé moderierte und der viele Menschen durch die Pandemie begleitet hat.
In dieser Folge von Calling East spricht Susann über ihren Weg vom Jurastudium ans Mikrofon, über die besondere Nähe des Radios, über Live-Momente, Pannen und Professionalität. Es geht um ostdeutsche Sozialisation, mediale Verantwortung, Frauen im Rundfunk, Vereinbarkeit, Freundinnennetzwerke und die Frage, warum Perspektiven aus Ostdeutschland nicht nur bei „Ost-Themen“ wichtig sind. Eine kluge, witzige und sehr lebendige Folge über Stimme, Haltung und den Mut, Chancen zu ergreifen.
Die Highlights der Folge:
- Vom Staatsexamen zum Mikrofon:
Warum Susann nach dem Jurastudium nicht in die klassische juristische Laufbahn ging, sondern beim Radio ihren Platz fand.
- Die Intimität des Radios:
Was dieses Medium so besonders macht und warum eine Stimme für Hörerinnen und Hörer zur vertrauten Begleiterin werden kann.
- Live ist live:
Wie ein Erdmännchen-Umzug im Zoo Hoyerswerda zu einem unvergesslichen Radiomoment wurde.
- Humor als Kompetenz:
Warum gute Moderation nicht nur Präzision braucht, sondern auch Leichtigkeit, Timing und einen klugen Schalk.
- Ostdeutsche Perspektiven im Programm:
Weshalb Susann genau hinschaut, wenn Geschichte, Jubiläen oder gesellschaftliche Themen zu einseitig erzählt werden. Sie macht deutlich, dass ostdeutsche Erfahrung nicht nur dann relevant ist, wenn über den Osten gesprochen wird, sondern überall dort, wo Gesellschaft erklärt wird.
- Mehr Mut zur Expertise:
Warum gerade Frauen Einladungen zu öffentlichen Debatten nicht zu schnell absagen sollten.
- Frauen im Rundfunk:
Wie Susann Karriere im öffentlich-rechtlichen Radio erlebt und warum kompetente Frauen an entscheidenden Stellen einen Unterschied machen.
- Arbeiten, Muttersein, Organisieren:
Wie sie Familie, Live-Sendungen, Wochenenddienste und Karriere miteinander verbindet.
- Freundinnennetzwerke als Kraftquelle:
Warum Vorbilder für sie nicht eine einzelne Person sind, sondern ein Kreis von Frauen, die einander ehrlich spiegeln und supporten.
- „Was würde ein Mann jetzt tun?“:
Wie dieser Satz ihr hilft, mutiger zu entscheiden, neue Formate anzunehmen und sich mehr zuzutrauen.
Diese Folge ist eine Einladung, sich weniger kleinzumachen, Chancen entschiedener zu nutzen und öfter zu fragen: Warum eigentlich nicht ich?
Dir hat die Folge gefallen? Dann teile sie mit Menschen, die Radio lieben, sich für Medien, ostdeutsche Perspektiven und starke Frauen interessieren.
Abonniere Calling East, um keine Folge zu verpassen, hinterlasse eine Bewertung und unterstütze damit die Sichtbarkeit dieser Stimmen.
Hier findest Du Susann:
Hier findest Du mich:
https://www.room-26.de/podcast-calling-east/
https://www.linkedin.com/in/berit-grosswendt-14a68b1a4/
https://www.instagram.com/beritgrosswendt_room26/
https://www.instagram.com/berit.and.the.blondes/
https://ostdeutschland.info/calling-east-interview-mit-podcasterin-berit-grosswendt/
https://allude-cashmere.com/blogs/allude-blog/allude-cashmere-book
https://www.instagram.com/calling.east/
Mitarbeit:
Transkript anzeigen
00:00:04: Hallo hier bei Calling East, deinem Interview-Podcast zu Frauen und Karrieren in Ostdeutschland.
00:00:10: Ich bin Béret Großwend, Markenexpertin und Agenturgründerin und ich habe mich gefragt wo sind sie denn?
00:00:16: All die anderen Businessfrauen hier im regionalen Osten!
00:00:19: In der Öffentlichkeit sieht man nicht besonders viele und das will ich ändern mit einem besonderen Ort für mehr Sichtbarkeit und Support und einem Raum an dem Sie zusammenkommen und ihre ganz persönlichen Erfolgsgeschichten erzählen.
00:00:31: Lass dich inspirieren von Gründerinnen, Entscheiderinnen und Firmenliedern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kunst und Medien.
00:00:39: Calling East – jede Folge mit
00:00:41: einem spannenden
00:00:42: Rollmodell!
00:00:46: Hallo und willkommen bei Calling East.
00:00:48: Heute ist eine Frau zu Gast, die man an der Stimme erkennen kann – denn sie ist bekannte.
00:00:53: Radiosprecherin, Podcast-Hosts und Moderatorin?
00:00:57: Sie ist sowohl on-air als auch off-air unterwegs, wo sie alles moderiert von Sport bis Politik, von K-Kollis, Corona-Konpass bis zur interaktiven Sendung.
00:01:05: mitreden, Deutschland diskutiert!
00:01:07: Schön dass du hier bist, Susan Bötcher.
00:01:11: Ja, Susanne.
00:01:12: Der Ehrlichkeithalber muss man ja sagen dass der Corona-Kompass mittlerweile beendet ist den du gecohostet hast mit Alexander Kekulé und der viele in der Coronazeit begleitet hat.
00:01:22: zu auch mich und da habe ich dich auch entdeckt.
00:01:25: andere werden dich vielleicht kennen als Radiomoderatorin bei MD aktuell Und Ich kann mir vorstellen das es denen genauso geht wie Mir Dass sie nämlich sich sehr gerne an deine Stimme erinnern weil die wie ich finde so einen gewissen Wiedererkennungswert hat und das Gewisse etwas auf jeden Fall mitbringt.
00:01:41: Passiert ihr das mal, wenn du irgendwo bist und dass sich da Leute ansprechen die sagen ich kenne sie zwar nicht aber ihre Stimme kommt mir total bekannt vor?
00:01:49: Das ist tatsächlich schon zwei drei Mal vorgekommen und dann habe ich aber als Reaktion darauf gefragt Sie wollen mich veralbern oder Sie kennen auch meinen Gesicht oder haben es wirklich nur an der Stimme erkannt?
00:01:59: und dann war's wirklich die Stimme die das dann ausgemacht hat.
00:02:02: ja
00:02:03: klar weil im Radio sieht man dich ja normalerweise
00:02:05: nicht genau.
00:02:06: es gibt so ein paar Formate bei denen man mich sieht oder auf der Homepage als Foto, aber genau normalerweise ist die Stimme, die dann nach draußen geht.
00:02:14: Auf jeden Fall bist du erfolgreiche Radiospächerin, Moderatorin und Podcast-Hus.
00:02:19: Aber ursprünglich wolltest Du was ganz anderes werden?
00:02:22: Und hast Diora studiert und das auch mit dem Staatsexamen abgeschlossen.
00:02:25: Bist aber nicht vor Gericht gelandet sondern vom Mikrofon.
00:02:28: Wie kam es dazu, Susanne?
00:02:30: Na das lief grundsätzlich recht parallel!
00:02:32: Ich habe mal drei Semester in Gießen studiert Sprachen und Wirtschaft den drei Semestern gemerkt.
00:02:41: Da macht man von allem was, aber nichts richtig.
00:02:43: Ich bin dann zurück quasi in die Heimat nach Leipzig und habe einen Freund.
00:02:47: der hatte auch Jura studiert und hab gesehen okay man kann Schwerpunkt Medienrecht studieren.
00:02:53: In Leipzig gibt's da ein Lehrstuhl und das fand ich wirklich sehr attraktiv und super spannend und hab dann bis es losging im Sommersemester Nee, zum Wintersemester habe ich angefangen.
00:03:06: Noch einen Job gesucht und hab den tatsächlich beim Radio gefunden.
00:03:10: Regiocast heißt das Ganze beinhaltet und das wird den meisten wahrscheinlich eher bekannt sein.
00:03:14: Radio PSR, RSA oder Energy Sachsen.
00:03:17: Und die haben damals Praktikanten gesucht.
00:03:19: Und da habe ich vier Wochen Praktikum gemacht und konnte dann als Werkstudentin einsteigen.
00:03:23: Das hat mich quasi bis zum Ende meines Studiums begleitet, dass sich dort die Morningshows betreut habe und auch schon mal Veranstaltungstipp einsprechen durfte.
00:03:32: So habe ich meinen Studium empfinden.
00:03:34: finanziert und die ersten Schritte ins Medium Radio gemacht.
00:03:39: Und dann hast du ja auch volontiert?
00:03:40: Genau, das fiel dann relativ... gleichzeitig.
00:03:44: Also ich hatte dann die Examsvorbereitung und dann kam einer der Programmschefs auf mich zu und hat gesagt, würdest du nicht einen Volontariat machen?
00:03:51: Dann habe ich gesagt Uwe gute Idee aber in einem halben Jahr mache ich ein Abschluss.
00:03:55: da ist jetzt nichts dran.
00:03:57: so wackeln hab mich hier so durchgekämpft so viele Tränen und Schweiß und ich brauche diesen Abschluss einfach auch für mich.
00:04:03: Dann hat er gesagt gut dann wartig bist du das hast Dann legen wir los.
00:04:07: Und dann machen wir einen Volantariat, genau und so lief's dann
00:04:10: auch.".
00:04:10: Also hat sich das nicht losgelassen trotz Staatsexamen?
00:04:12: Dass du sagst ne, das Radio, das reizt mich so da, möchte ich unbedingt hin!
00:04:16: Ja es war so eine... also es waren zwei Seiten die Anziehungskraft vom Radio und des Abstoßende von Juristen.
00:04:24: Also so dieser Menschenschlag ...das ist jetzt sehr verallgemeinert.
00:04:28: Ich hab viele Freundinnen und Freunde, die Juristen sind aber für meinen Arbeitsalltag wollte ich diese Umgebung nicht haben.
00:04:36: Bis jetzt, also das erste Staatsexam heißt auch dass man noch ein Leben lang dann Referendariat und ein zweites machen kann.
00:04:41: Und trotzdem einsteigen kann.
00:04:43: Also das verfällt nicht.
00:04:44: aber bis zum heutigen Tag.
00:04:46: hier würde ich sagen Wahrscheinlich geht es dahin nicht zurück.
00:04:50: Na ja, aber zumindest hat dich das nicht losgelassen.
00:04:53: diese Themen?
00:04:54: Du hattest eine Sendung die heißt Gerichtsreport und für die bist du auch ausgezeichnet worden mit dem Mitteldeutschen Rundfunkpreis als beste Moderatorin
00:05:02: sogar.
00:05:03: Stimmt!
00:05:04: Da habe ich schon gemerkt dass ich einen Talent dafür habe die großen Sachverhalte runterzubrechen und auch unterhaltsam darzustellen so dass man irgendwie was mitnimmt etwas lernt aber trotzdem nicht erschlagen ist von der Juristerei oder sich in Semester irgendwie durchkämpfen muss.
00:05:21: Das Mediumradio, das ist ja nun so ein ganz intimes Medium auch wie Podcasten.
00:05:27: Man isst ganz nah dran an den Menschen und man isst quasi bei denen direkt im Ohr.
00:05:32: Dabei wenn sie zumindest höre ich Podcast, wenn ich Zähne putze.
00:05:36: Wenn ich beim Sport machen, beim Kochen im Auto und was hat dich denn?
00:05:41: oder was reizt dich bis heute an diesem Medium?
00:05:43: Dass du sagst das lässt mich nicht los!
00:05:45: Das ist so meine Freude, meine Passion.
00:05:48: Oh Gott wie lange wir mal Zeit.
00:05:50: Also das ist schon genau das, was du sagst diese Intimität von Radio.
00:05:54: Als ich als Werkstudentin gearbeitet habe, ist mir das schon aufgefallen wie sehr sich Leute öffnen gegenüber Radiopersönlichkeiten bei denen sie irgendwie den Eindruck haben die begleiten mich hier Montag bis Freitag durch jeden Morgen ob es im Winter glatt ist oder im Sommer schon hell, man teilt so die gleichen Befindlichkeiten.
00:06:13: Radio ist recht regional, sodass man irgendwie auch das Gleiche erlebt und das gleiche fühlt und deshalb ist Radio schon was Erstaunliches!
00:06:21: Und das Verrückte ist ja dass es mir im Studio auch manchmal so geht, dass ich irgendwie ein Feedback dann per WhatsApp bekomme von Leuten und dann denke achja stimmt man kann mich erhören und zwar in Echtzeit und Leute können reagieren.
00:06:33: und dort hast du schon angesprochen seit... Knapp zwei Jahre moderiert, mitreden Deutschland diskutiert.
00:06:39: Also eine interaktive Sendung bei der in Echtzeit Leute entweder kommentieren können über YouTube oder anrufen können und ein richtiges Gespräch miteinander führen.
00:06:49: was die Schnelligkeit von Radio ausmacht und eben auch die Intimität.
00:06:53: Und vor kurzem hat einer aus Berlin angerufen, gesagt ich wusste ja nicht dass man hier sein Senf dazu heben kann.
00:06:59: und dann dachte ich wie schön komm lass uns gemeinsam über dieses Thema diskutieren.
00:07:04: das ist schon ein großes Privileg so einen tollen Job zu haben.
00:07:09: Na gut, man muss auf jeden Fall auch Menschen mögen.
00:07:11: Man muss Themen mögen und das mögen nah dran zu sein... ...und eben ja auch eine Person der Öffentlichkeit.
00:07:18: Das ist ja auch so!
00:07:19: Also wenn du sagst, du bekommst da Nachrichten also du wirst erkannt und die Menschen wissen wer du
00:07:24: bist.
00:07:25: Ja, trotzdem ist es vielleicht nicht vergleichbar mit einem Fernsehmoderator.
00:07:30: ich habe dann trotzdem... Wenn ich irgendwie joggen gehe, hab' ich trotzdem meine Ruhe und keiner will sagen, ich kenn sie doch aus dem Radio, können wir mal ein Foto machen?
00:07:38: Zum Glück nicht.
00:07:40: Na ja, und ich glaube aber auch was viele an dir schätzen ist die Tatsache dass du so beides kannst und so eine Balance hast zwischen.
00:07:47: Ich bin jetzt ultra seriös also wenn es um Politik
00:07:50: geht
00:07:50: Und präzise natürlich auch in der Analyse.
00:07:52: Aber wie ich finde hast Du immer einen charmanten Schalk und auch so ein Humor in Deinen Moderation.
00:07:59: Wie schaffst Du das?
00:08:00: Dass Du das so ausbalancieren kannst, dass Du das hinbekommst, dass das Eine nicht überwiegt dem anderen Also dass das so ne schöne Linie ist.
00:08:08: Ich glaube zum einen, weil das in mir drin liegt.
00:08:13: Weil ich einfach gerne Humor habe und Schatze mache und das fußt ja auf ganz viel Wissen auch guter Humor.
00:08:20: Zum anderen bin ich jedem dankbar der Nachrichtenradio hört.
00:08:23: In der aktuellen Weltlage-Weltsituation sich das gibt so minutenlang hoffentlich stundenlang Und dann denke ich immer okay jetzt müssen wir aber alle irgendwie mal durchschnaufen und dann kann da ein unterhaltsames Wettergespräch sein.
00:08:37: oder weil sie nicht eine Erfolgsgeschichte aus dem Erzgebirge, oder aus Jena oder so die man dann auch so ein bisschen feiert.
00:08:43: Oder irgendwie Kinder die was Lustiges machen.
00:08:46: dafür bin ich dann umso dankbarer und versuch das dann auch.
00:08:49: Ja, wie soll ich ihn sagen?
00:08:50: Herauszustellen ist nicht alles schlecht.
00:08:53: Wir kommen hier gut durch dieses Leben.
00:08:56: Wir operieren
00:08:56: ja nicht am offenen
00:08:57: Herzen... Das was mein erster Programmchef immer gesagt hat, das hat der immer gepredigt wir operieren nicht am aufnen Herzen entspannt euch.
00:09:05: Also dieses Unaufgeregte hast du schon gesagt so ein bisschen einen Mix aus persönlicher Gelassenheit aber eben auch die Erkenntnis über oder woanders wird eben auch noch mit Wasser gekocht.
00:09:15: Und sag, ist dir schon mal was Peinliches auch passiert?
00:09:18: Also hattest du schon mal so ein Sondedaubner Moment loslachen oder irgendwas.
00:09:24: Ja also das war.
00:09:25: es ist schon länger her.
00:09:27: ich habe das öfter mal dass ich mich zusammenreißen muss.
00:09:29: Wir sind ja beim Nachrichtenradio auch Menschen und machen uns wenn das Mikrofon aus ist.
00:09:34: Auch manchmal gibt's so Frotzeleien und dann musstes Mikrofone wieder anmachen ein ernstes Thema vortragen.
00:09:40: Das ist nicht immer einfach.
00:09:41: und das war nach während meines Volontariats, da habe ich die regionalen Nachrichten moderiert bei RSA und es war immer ein bisschen lockerer und ich hab vorher mit meinem Kollegen drüber gesprochen.
00:09:54: im Heuerswerda so ziehen die Erdmännchen um und dann haben wir uns darüber lustig gemacht über diese Vorstellung wie die Erdemännchen mit ihren kleinen Möbeln und Rucksäcken dann umziehen.
00:10:04: und dann sagte mein kollegischen So wie du dich jetzt hier reinsteigerst Wollen wir es vielleicht aufzeichnen oder abspielen?
00:10:10: Oder wird's das wirklich live machen.
00:10:12: Hä, natürlich machen wir das live gar keine Frage!
00:10:15: Ja ich kann das so.
00:10:16: dann war es fünfzehn Uhr dreißig es ging los und also ich habe ihn angeguckt das Mikrofon ging auf und ich wusste scheiße ich schaffte es nicht.
00:10:26: mir sind wirklich die Tränen gelaufen bin nicht gut durchgekommen er hat mich da noch unterstützt und dass nach irgendwie abgefangen und drei Tage später kriege ich ein Päckchen von einer Hörerin, und es war ein kleines Erdmännchen-Kuscheltier drin.
00:10:39: Mit kleinen Möbeln gebastet!
00:10:41: Und dann dachte ich ja... und genau das ist das worüber wir gerade gesprochen haben, dass Radio mit den Leuten macht.
00:10:47: Natürlich schaltest du nicht ab wenn eine Moderatorin sich kaputt lacht oder leidet und du willst hören, schafft sie's noch diesen Satz zu Ende zu bringen?
00:10:54: Ich hab' es nicht geschafft.
00:10:56: Ach, das ist ja wirklich eine tolle herzige Geschichte
00:10:58: irgendwie.
00:10:59: Ja.
00:11:00: Und sagt.. Ist da so einen Unterschied?
00:11:01: Weil Du hast gesagt, Du hattest einen Kollegen auch dabei.
00:11:04: in der Moderation, also so die Macht des Wortes ist es Frauen und Männer unterschiedlich.
00:11:09: Also sind sie unterschiedlich?
00:11:11: So in der Rangehensweise oder in der Art des Moderierens?
00:11:14: Ich glaube das ist keine geschlechter Frage, sondern eher eine Persönlichkeit-Frage.
00:11:19: Ja, so ein persönlicher... Ich moderiere ja auch Sport!
00:11:22: Und ich glaube um auf das Gender Thema einzugehen, ich glaube dass immer noch so ist das Frauen kritischer gut achtet werden, bewertet werden was so kleine Fehler angeht.
00:11:33: Ja weiß ich nicht ist Schalke null vier meins null fünf da bloß nicht.
00:11:38: also das ist natürlich in der live Situation auch noch mal anders.
00:11:42: wenn du irgendwie sieben spiele parallel im ticker noch verfolgst und so dann kann sowas mal rausrutschen.
00:11:48: passiert dass nach frau es ist eher schon naja.
00:11:54: Ja genau, das war ja
00:11:55: klar.
00:11:56: So wie mit Autofahren auch.
00:11:58: Typisch
00:11:59: Frau am Steuer.
00:12:02: Du hast es vorhin schon
00:12:02: angesprochen
00:12:03: du moderierst das Format Mitreden Deutschland diskutiert.
00:12:07: und was mich dabei interessiert weil da gibt's sehr viele verschiedene Themenfelder die ihr da ansprecht von Menopause bis Schuhsysteme bis E-Mobilität habe ich gesehen Wie schaffst du es da in so eine Routine reinzukommen dich vorzubereiten?
00:12:22: Das ist ja schon sehr unterschiedliche Ansätze, sehr unterschiedlicher Tiefen auch.
00:12:27: Oder man muss tiefer da irgendwie gehen um sich davor zu bereiten?
00:12:31: Hast du da so ein Vorbereitungsroutine oder so einen Susan-Bötcher-System?
00:12:37: Ähm...
00:12:39: das eine meiner Lieblingssendungen muss ich vorweg sagen.
00:12:42: Deshalb ist es auch so ne Plattform die ich gut bespielen kann und natürlich gibt's immer von der Redaktion auch Themen die vorgegeben werden.
00:12:51: Aber ich hatte bisher noch kein Thema, bei dem ich gesagt habe.
00:12:54: Ich hab da überhaupt keinen Bezug zu!
00:12:56: Weil das natürlich auch meine... Das ist natürlich Handwerk.
00:13:00: Worum geht's?
00:13:01: Überlegen wie betrifft es Leute und Menschen?
00:13:05: Also gerade bei dieser Sendung zu den Wechseljahren war es wirklich... was es vorher so für Bedenken gab.
00:13:11: Ich würd's nicht gegenwenden, aber bedenken?
00:13:13: Ja.
00:13:14: also wen spricht das an?
00:13:15: Nun gut mindestens die Hälfte der Gesellschaft.
00:13:17: und dann müssen wir ja noch darüber schauen dass viele Männer ihre Frauen auch lieben und vielleicht auch gern informiert werden darüber.
00:13:23: Viele sind Arbeitgeber von Frauen die entweder mittendrin sind in den Wechseljahren oder denen das bevorsteht.
00:13:30: warum sollen wir das nicht thematisieren?
00:13:32: Aber um konkret auf deine Frage zu antworten ich bin auch einfach wirklich breit interessiert, also ich auch durch mein Leben.
00:13:40: Ich habe eine Tochter.
00:13:40: natürlich interessiert mich das Schuhesystem.
00:13:42: Ich liebe Autofahren und kann mich damit anfreunden darüber zu sprechen über Immobilität oder Verbrennermotoren.
00:13:49: Wohnungsknappheit hatten wir.
00:13:51: es besetzen natürlich die Themen so dass möglichst viele Menschen mitreden können.
00:13:57: Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir selber einen Traum erfüllt und eine Sendung gebaut zum Thema Raumfahrt.
00:14:03: Und dann hat man sogar Alexander Gerst als Astronaut mit in der Sendung dabei.
00:14:09: Na gut, du hast ja auch ein Team was dich da unterstützt.
00:14:12: Genau und dann gucken wir auch wen laden wir ein.
00:14:14: Wenn ihr noch über das Thema Ost-West sprechen die Mitredensendung ist so konzipiert dass sie wochenweise von der anderen Anstalt kommt also Norddeutsche Rundfunk rbb wie als MDR und BR der Bayerische Rundfunke Und wir versuchen natürlich regionale Aspekte mit einzubringen Auch wenn wir ARD weit senden.
00:14:33: aber bei der Weltraumsendung ging es zum Beispiel auch mit einem Professor Adrebenstedt der sich ganz doll einsetzt für Forschung, was Weltraum angeht.
00:14:43: Was die Mondbesiedlung angeht und das ist wirklich erstaunlich wie viel man vom Bergbau für den Mond quasi lernen kann und diesen Bogen zu spannen.
00:14:52: Das ist die große Aufgabe, die ich mit meinen Redakteurinnen und Redakteuren immer versuche gut anzugehen.
00:14:59: Du hast es schon gesagt, Susanne Ostwest.
00:15:03: Da kommen wir jetzt auch auf deine Herkunft.
00:15:05: Du bist neunzundhundertsechstensachzig geboren und bist in den neunzeigern Jahren aufgewachsen.
00:15:11: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:15:12: Dass du eine schöne Kindheit war, die bestückt mit vielen Abenteuern gab es da Freuden und Unsicherheiten in der Familie auch in den Zeiten nach der Wende zum Beispiel.
00:15:24: also wie hast du das als Kind erlebt?
00:15:25: weil du warst ja sehr jung
00:15:27: dann auch Also die Neunziger waren bestimmt durch Dorfleben.
00:15:33: Ich komme aus Ballrode, bei Torgau – das ist schon ein größeres Dorf, also man findet so infrastrukturell alles was man braucht.
00:15:40: Die Grundschule, Supermärkte, Sportvereine.
00:15:43: und wenn ich sitze zum Beispiel mit meiner Tochter vergleiche wir sind meine Eltern und ich haben bis zu fünfundneinzig in der Platte gelebt.
00:15:51: Ich war nie allein.
00:15:52: Maner ist immer rübergegangen, geklingelt, kommt einer raus zum Spielen und dann hat man sich immer gefunden.
00:15:58: Während jetzt mittlerweile laufen die Spieldates über die Eltern.
00:16:02: Playdates werden ausgemacht?
00:16:03: Genau!
00:16:04: Und dann gab es später auch noch Ende der Neunziger Warden Tennisplatz gebaut quasi die komplette Freizeit verbracht war.
00:16:12: dann später auch mit vierzehn, fünfzehn habe ich dann Kinder und Jugendliche trainiert im Tennis.
00:16:18: Und das war die Kindheit.
00:16:20: was für mich angeht und was ich aber trotzdem auch mitbekommen hab ist dass meine Mutter die Finanzbuchhalterin war sich mitgelegen als Jobs rumgeschlagen hat also bis weit in die Zweitausender, immer mal wieder eine Schwangerschaftsvertretung.
00:16:34: Miese Jobs!
00:16:36: Mieseschefs also wirklich... Aber in dem ganzen Zug sich irgendwie nie aufgegeben hat.
00:16:42: Immer weiter gemacht hat und mein Vater ist gelernter Klempner, hat die Neunziger auch bis weit in den Zweitaussender auf Montage verbracht.
00:16:49: Also ihn habe ich am Wochenende wahrgenommen und montag bis freitag hat er irgendwo Häuser aufgebaut.
00:16:55: Das war quasi die Kindheit aus diesem Sinn und immer mit Finanzen.
00:17:02: Finanze waren immer ein Thema, genau.
00:17:05: Aber so richtig bewusst!
00:17:06: Rückblickend ist mir das erst geworden, als ich dann ausgezogen bin in Gießen angekommen bin und dann dort wirklich zum ersten Mal so als Ostdeutsch wahrgenommen wurde.
00:17:17: Und gemerkt habe die Sozialisierung ist ganz anders.
00:17:21: Also da haben dann die ersten in Wohnungen gewohnt also in Studentenwohnung, die ihren Eltern gehört haben.
00:17:27: Das fand ich krass.
00:17:29: Also das war so ein Ding.
00:17:31: und als ich dann, die hat sie vorhin erzählt bin nach drei Semestern wieder nach Leipzig Und da bin ich auch mit Studentinnen und Studenten konfrontiert worden deren Eltern dann hier in Leipzig eben die Wohnung und für die Kinder gekauft haben.
00:17:43: Und das war so surreal beim mein Leben irgendwie auch finanziell gerade begann, ich habe versucht mir das Studium zu finanzieren hat auch gut geklappt.
00:17:51: aber dass darüber hinaus irgendwie Möglichkeiten gegeben hätte finanzieller Arzt sich da schon so ein Grundsockel zu bilden Das war absurd!
00:17:59: Also ich bin aus dem Studium ohne Schulden rausgegangen.
00:18:02: Ich hatte doch kein Barfuck bekommen und am Ende hatte ich noch mit einer Freundin nach einem Stadtsexamen Urlaub gemacht und dann waren genau noch hundert Euro auf dem Konto.
00:18:10: Also alles aufgegangen, keine Schulden aber eben auch viel mehr Aufwand als bei Kommilitoninnen und Kommilitonen.
00:18:17: Und hatte dich das überrascht?
00:18:19: Wie vor allen Dingen bist du damit umgegangen?
00:18:21: ja
00:18:21: Na, da war gar nicht viel Zeit irgendwie überrascht zu sein.
00:18:24: Weil es natürlich darum ging jetzt hier ein Studium fertigzumachen und das ist... Es war jetzt auch nicht dass es mich irgendwie überfordert hätte.
00:18:31: Also ich hab mich dann eher schon gewundert über Studien, die gesagt haben oh jetzt um zehn Vorlesung puh!
00:18:38: Ich bin noch ganz schön müde.
00:18:40: und dann dachte ich mir ja also ich habe gerade seit um fünf schon gearbeitet.
00:18:44: Seid du mal müde?
00:18:45: Ja.
00:18:45: Also so'n bisschen auch die Schieflage dann schon als Studentin mitbekommen.
00:18:49: Ja,
00:18:50: auf jeden Fall.
00:18:51: Aber auch nicht unbedingt jetzt wahrgenommen als Neid-Debatte?
00:18:55: So würde ich es gar nichts sagen, sondern unsere Voraussetzungen sind halt andere Mal gucken wo's hinführt.
00:19:01: ja Ich glaube das ist vielen so bewusst geworden also mir zum Beispiel auch nachdem ich ja auch den Osten verlassen habe und dann direkt
00:19:08: nach der Schule oder
00:19:09: nach dem Studium
00:19:10: Ich
00:19:10: bin erst mal nach New York und dann nach München.
00:19:12: Und da ist mir das natürlich auch zum ersten Mal aufgefallen, ne?
00:19:16: Ja ich bin jetzt nicht nur die Beerit sondern eben aus dem Osten.
00:19:20: Also so ein Stempel irgendwie bekommen.
00:19:22: Mein Mann hat lange Jahre in München gearbeitet.
00:19:25: es kommt aus Zeits.
00:19:26: ursprünglich war aber vor seiner Zeit in Münchien auch zwei Jahre in Kanada über die Bundeswehr dort gearbeitet und witzigerweise also uns trennen.
00:19:35: paar Jahre haben wir aber diesen einen Satz den immer Leute oder häufig Leute aus Westdeutschland zu uns gesagt haben.
00:19:43: Und zwar haben wir ja dann beide in Leipzig gewohnt, also kannten uns da noch nicht.
00:19:48: aber dann haben die immer gesagt Na fährst du wieder nach Dresden?
00:19:51: Ah ok, also Dresdens und im Viertel in Osten oder wie?
00:19:54: Ja auch für uns steht das für diese völlige Ignoranz.
00:19:59: oder man sagt ich komme aus Leipzig Und dann sagt jemand, ich war auch schon mal an Dresden.
00:20:04: Ja genau!
00:20:06: Wenn mir jemand sagt, ich komme aus Köln, dann sage ich doch auch nicht irgendwie... Ich war schon mal in Aachen.
00:20:12: Was soll dieses Gespräch?
00:20:16: Also exakt diesen Satz mit den beiden Städten, also den haben wir uns so oft angehört, dass wenn man jetzt jedes Mal einen Schnaps trinken würde, wenn man den hört, dann hätte man ein schönes Schnapsbingo.
00:20:28: Ja, oder es ist so anonymisch stehen für alles was im Osten passiert.
00:20:30: Als sei das eine einheitliche Masse.
00:20:33: Ja, als sei der Osten so in homogenerem Raum, wenn man jetzt über die Wahlen in Rheinland-Pfalz berichtet und sagt ja auch keiner die Westwahlen.
00:20:40: aber wie oft wird von den Ostwahlen gesprochen?
00:20:42: Wenn es um Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpomps angeht.
00:20:46: Die Ostwahl.
00:20:47: Oder eben die neuen Bundesländer.
00:20:49: Das ist ja auch so.
00:20:52: Seit wann... Also es muss irgendwann Ja, das sind sie dann auch nicht mehr neu einfach.
00:20:57: Aber wie gesagt in den Medien ist ja dieses Bild verzerrt und wir haben ein sehr westdeutsches geprägtes Bild mit Narrativen die eben so eine westdeutche Draufblick zeigen und dann immer in Krisen auch hervorgeholt werden.
00:21:13: oder wenn dann so Jahrestages sind wie dritte Oktober zum Beispiel?
00:21:17: Die
00:21:17: Ostwochen.
00:21:18: Genau!
00:21:19: Und das ist ja so'n Blick
00:21:21: Den wie ich
00:21:22: finde, wir ganz gut aufbrechen im Moment.
00:21:24: Weil wir ostdeutsche Perspektiven in viele Bereiche gesellschaftliche Bereiche mittlerweile auch reinbringen und jetzt bist du ja auch in den Medien und an einer Schnittstelle wo man sagen kann Ja Ich kann was dafür tun dass ich eben genau das ändere also dass sich die Narrative so ein bisschen ändert und dass ich einen anderen Blickwinkel nochmal rein bringen meine Moderationen in dem was ich sozusagen vor dem Mikrofon sage Wie schaffst Du das?
00:21:49: oder Gelingt ihr das, hast du dir das zur Aufgabe gemacht oder passiert es mittlerweile automatisch?
00:21:55: Nein ich hatte das ja gerade schon angedeutet dass wir versuchen über unsere Gäste und Expertinnen und Experten die Ostdeutsche Perspektive mit reinzubringen.
00:22:04: Muss ich mal eine kurze Klammer aufmachen, dass ist tatsächlich bei ostdeutscher Sozialisierung und bei Frauen so dass sie oft schneller absagen auf so eine Anfrage, ob sie mitmachen würden.
00:22:16: Weil Sie sagen, die passen nicht so hundert Prozent aufs Thema.
00:22:19: Wenn das
00:22:19: ein ostdeutsches Thema ist oder allgemein?
00:22:21: Nee, ein allgemeines Thema!
00:22:22: Es muss ja nicht immer nur das Ost-Thema sein wo Ostdeutsche draufgucken also bei der Raumfahrt.
00:22:27: ich meine passiert ganz viel auch hier am Osten was Jena zum Beispiel liefert ganz viel.
00:22:32: Deshalb bin ich auch gar nicht so ein Fan.
00:22:33: Ich finde z.B.
00:22:34: auch Menschen mit Migrationshintergrund sollten nicht immer noch zu den Ausländern Themen befragt werden.
00:22:40: Nehmen wir an vielen anderen gesellschaftlichen Themen teil und finden Nordstadt.
00:22:44: Also genau und deshalb mein Appell hier ein bisschen, ja ich sage es mal so, flappst sich mehr Eier und mitreden auch wenn man vielleicht sagt bei meinen Themen, ich kann nicht zu hundert Prozent aber zu neunzig Prozent was beisteuern dann findet man trotzdem statt und kann vielleicht noch eine zusätzliche Perspektive mit reinbringen.
00:23:02: Also
00:23:02: sicherlich richtig traurend seine Kompetenz auch öffentlich dann mal kunst
00:23:06: zu tun.
00:23:07: Woran liegt das meinst du?
00:23:10: Das
00:23:11: ist mehr bei Frauen
00:23:13: Das ist, ja.
00:23:14: Ja ich glaube schon.
00:23:15: Ich glaube schon dass Frauen dann eher... Es gibt ja so eine Studie wann sich Frauen auf eine Annonce bewerben also einen Berufsanzeige Jobanzeige und zwar wenn sie die meisten nur wenn Sie zu hundert Prozent passen.
00:23:30: ein Mann sagt Puh naja siebzig Prozent erfülle ich.
00:23:34: Der Rest lerne ich her!
00:23:36: Und wenn Frauen auch mit dieser Perspektive ran gehen würden dann hätte man glaub ich an vielen Stellen ganz andere Kompetenzen besetzt.
00:23:46: Aber wir sind abgebogen.
00:23:47: Kommen wir gleich noch auf Frauen und Karriere, machen wir gleich da weiter.
00:23:52: Bei
00:23:52: den Ostdeutschen Perspektiven?
00:23:53: Genau!
00:23:54: Das natürlich auch durch... Themensetzung.
00:23:56: Ich habe gerade ein Beispiel im Hinterkopf, das war vor etwa zwei Jahren.
00:24:00: da ging es darum dass die Fußball-Nationalmannschaft ihr hundertstes Länderspiel absolviert.
00:24:05: aber welche denn?
00:24:06: Es gab ja auch in der DDR eine Fußball Nationalmannschaft und wenn man das jetzt zusammenrechnen würde dann würde man weit darüber hinaus kommen.
00:24:13: und es gab auch ein Länder Spiel wo die DDR Nationalmannenschaft gegen die BRD gewonnen hat und das dürfen wir auch nicht vergessen.
00:24:19: Deshalb muss man auch bei solchen Jubiläen aufpassen, drüber nachdenken.
00:24:25: Also die ARD steht ja aus verschiedenen Anstalten und gerade so das DFB-Thema, das Nationalmannschaftszema kommt halt aus Frankfurt weil dort die DFB Zentrale ist.
00:24:35: Das kann man nicht unbedingt erwarten dass dort jeder auch mit denkt.
00:24:39: Das tue ich auch gar nicht.
00:24:41: aber wenn wir es senden dann also in unserem in unserer Region geht's wieder um Vertrauen und Bindung.
00:24:48: dann muss man das irgendwie einordnen und sagen okay es geht hier um die BRD.
00:24:54: Und hast du das Gefühl, dass auch viele deiner Kollegen und Kolleginnen mittlerweile machen?
00:25:01: Dass die sich einbringen in der Art wie du dich da einbringst.
00:25:04: Also wenn ich mir was wünschen dürfte dann würde ich sagen könnten noch mehr bisschen engagierter machen.
00:25:10: aber ich glaube gerade ist das Thema im Kompon und ich bin da sehr zuversichtlich dass man das zumindest mit bedenkt.
00:25:18: Du hattest ja vor ein paar Jahren, ich glaube es war das Jahr zwei Tosneunzehn.
00:25:22: Auch einen Podcast, der gießt dreißig Jahre Mauerfall
00:25:25: und du bist
00:25:25: da zum Menschen... gefahren und hast sie porträtiert.
00:25:30: Hast du sozusagen die existenziellen Sorgen, aber auch die euphorischen Momente eingefangen?
00:25:36: Du warst bei einer Unternehmerin, die auch schon hier zu Gast im Podcast war, die Viola Klein.
00:25:41: dann warst du bei Roland Jahn von der Stasibehörde und hast zum Beispiel aber auch Wolfgang Lippert den wir alle kennen als Entertainer interviewt.
00:25:50: Sag was für Erfahrung hast du gemacht in Bezug darauf dass die Menschen ja sehr unterschiedlich sind in den dreißig Jahren ja auch unterschiedliche Karrieren und Lebenswege hatten.
00:26:00: Hat die irgendwas verbunden, wo du sagst?
00:26:02: Das hat denn alle gemeinen?
00:26:04: dieser Aussage traf irgendwie für alle zu.
00:26:07: also gab es da irgendwie so ein Nenner, so einen gemeinsamen Nenna?
00:26:11: Ich glaube der gemeinsame Nenne ist das grundsätzlich.
00:26:14: alle froh sind dass es diese Einheit gab, dass keiner grundsätzlich daran zweifelt, dass das was Schlechtes war.
00:26:22: Aber ja, also da sind wir wieder bei dem Punkt der Ostes.
00:26:26: keine homogene Masse.
00:26:28: Es sind alle individuell und alle haben ihre individuellen Draufsichten auf die Themen über die wir da gesprochen haben.
00:26:35: Das ist schon echt ewig her!
00:26:36: Also ich bin erstaunt, dass du das rausgegangen hast aber das war toll weil für mich war es auch so ein Neubeginn.
00:26:43: Das war das erste Projekt, das ich gemacht habe nach der Geburt meiner Tochter.
00:26:48: Das war schon ein großer Aufwand und auch so eine Richtung, so eine Karriereweisen.
00:26:55: Dass mir das gefällt mit Leuten zu sprechen und Sachen zu überdenken.
00:26:59: Genau!
00:27:00: Könnte man jetzt ja noch mal ansetzen?
00:27:02: Und könnte sagen ja jetzt immer ein bisschen weiter also mehr als fünf Jahre später.
00:27:06: wie sieht da die Lage aus?
00:27:07: würde mich jetzt persönlich interessieren.
00:27:09: Könntest du dir mal anstreben?
00:27:11: Gut, lebe
00:27:11: ich mit.
00:27:11: Lebe
00:27:12: es mit weil jetzt haben wir nochmal so ein bisschen andere Situationen, noch mehr Krisen Ja, noch mehr Herausforderungen.
00:27:19: Aber auch positive Entwicklung.
00:27:21: Das würde mich mal interessieren was man so jetzt dann
00:27:24: ein... mitgibt.
00:27:25: Ja, das stimmt her.
00:27:27: Mach's so als Projekt!
00:27:28: Jetzt bekommst
00:27:29: du den Auftrag.
00:27:31: Lass uns nochmal zurückkommen oder da wieder ansetzen.
00:27:34: bei unserem Thema Frauen und Karriere... Du hast ja auch Karrieremradio gemacht Und wie muss ich mir das vorstellen?
00:27:39: Du warst bei privaten Sendern aber jetzt bist du beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
00:27:43: Kann man da als Frau Gutkarriere machen?
00:27:45: Hat man da Mentoren, Mentorinnen die ein auf den Weg begleiten?
00:27:51: Wie ist das?
00:27:52: Naja, ich habe ja nicht so richtig den Vergleich zu anderen Gebieten.
00:27:57: Ich glaube wenn ich Maschinenbau studiert hätte als Frau wäre das noch mal herausfordernder gewesen.
00:28:02: In den Medien braucht es überall Frauen aber da haben schon so viele vorgearbeitet dass der Weg grundsätzlich bereitet war.
00:28:12: Beim MDR war ich eine der ersten Frauen die die Bundesliga-Sendung moderieren darf und durfte.
00:28:18: Und das auch ziemlich gut macht, muss ich mal so sagen.
00:28:22: Da ist es überhaupt nicht ich oder das wird mir regelmäßig gespiegelt weil man natürlich auch einen anderen Blick auf viele viele Sachen hat.
00:28:28: Man hat noch ein lockerer Spruch irgendwie und die Reporter mittlerweile auch Reporterinnen, die konzentrieren sich aufs Spiel und ich habe die Möglichkeit so ein bisschen rechts und links davon zu gucken.
00:28:39: was passiert so alles?
00:28:41: Kann das dann mit einbringen?
00:28:43: Das klingt halt besser im Zusammenspiel, wenn man nicht nur Männer hört.
00:28:48: Und bist du da so... Wenn ich das so sagen darf?
00:28:51: So eine Art Encore-Woman sagt man das auch bei euch, sagt man ja im Fernsehen also
00:28:56: Frauen
00:28:57: die dann eben sich positionieren nach vorne eben
00:29:00: und
00:29:00: in dem Fall die Stimme sind.
00:29:02: Ja, also in diesem Fall ist es noch... Also ich beschreib's mal kurz Es gibt jeden Samstagstarten die Fußballspiele.
00:29:09: Die zweite Liga startet dreizehn Uhr Dann kommt meistens die dritte Liga vierzehn uhr und die Nachmittagsspiele Fußballbundesliga sind dann fünfzehn, dreißig.
00:29:17: Und je nachdem wo die Spiele stattfinden ist die Anstalt zuständig, das heißt hat Dynamo Dresden heimspiel.
00:29:23: Dann ist der MDR zuständig stellt dort ein Reporter oder Reporterin und oftmals können mich die nicht hören.
00:29:29: Das heißt es gibt vorher eine Planung unter der Woche.
00:29:32: Pass auf wir brauchen eine Zeit dreizehn Uhr vierzig für anderthalb Minuten dann nochmal dreizehn Uhr fünfzig für anderhalb Minuten.
00:29:39: so und so passiert das bundesweit.
00:29:41: ich habe dann meinen plan wo schalten wir wann hin?
00:29:44: Und meine Aufgabe Zwischen diesen Zeiten, die Zeit zu füllen.
00:29:48: Also ab fünfzehn oder dreißig ist es dann so dass immer für forty-fünf Sekunden der Reporter spricht?
00:29:53: Oder länger oder kürzer je nachdem was gerade passiert und ich dann zum nächsten geben muss.
00:29:58: Und das unglaublicher, weiß nicht ob man das darf ich das sagen brainfuck.
00:30:02: also
00:30:03: sehr anstrengend
00:30:04: weil du natürlich dann auch über den ticker guckst.
00:30:07: okay wo ist ein tor gefallen.
00:30:08: Wo könnten wir jetzt noch hinschalten?
00:30:10: Wo spricht ein reporter und wo gerade nicht?
00:30:12: und genau dass es dann die große herausforderung und das ist glaube ich eines der weiblichen Talente
00:30:20: multitasking.
00:30:20: So
00:30:21: was zu hängen, ja ich vergleich das immer ein bisschen mit so Teller drehen die irgendwie acht Teller in
00:30:27: der Luft haben
00:30:27: und genau und das ist aber auch der Reiz weil diese Sendung geht dann meistens also startet meistens drei zehn Uhr je nachdem ob Magdeburg oder Dresden schon spielen oder ob die einen anderen Termin haben bis siebzehn fünfundvierzig und es sind knapp fünf Stunden in denen man wirklich hochkonzentriert arbeitet.
00:30:45: Und dann aber den Spaß zu finden, das passiert dann automatisch auch noch mit dabei.
00:30:51: Ja klingt anstrengend, aber auch irgendwie toll.
00:30:55: Total!
00:30:55: Und wie ist das hinter dem Mikrofon?
00:30:58: Gibt es da auch Frauen, die jetzt sagen wir ja Geschäftsführer sind oder Programmleiterinnen, die dort einfach auch so Führungspositionen innehaben.
00:31:06: Wie ist das beim Radio?
00:31:07: Wie ist da so das Verhältnis?
00:31:09: Ist das eher so Männerlastik oder sind da wirklich Frauen, Die da ganz selbstverständlich integriert sind und Karriere machen?
00:31:15: also Beim mitteldeutschen Rundfunk muss ich tatsächlich Daumen nach oben machen.
00:31:19: Da sind viele kompetente Frauen an den richtigen Plätzen, die dann auch Frauen fördern.
00:31:25: Aber eben nicht weil sie Frauen sind sondern weil Sie Frauen sehen und ihre Qualitäten und dann entsprechend einsetzen.
00:31:32: Und gibt es da viele junge Frauen, die du siehst?
00:31:34: Die so einen Karriere willen haben, die irgendwie diesen Biss haben, ja diese Freude dran haben?
00:31:42: und vor allen Dingen was würdest du denen raten mitgeben welches Skills müssen Sie mitbringen?
00:31:49: Also Ja, die gibt's.
00:31:51: Die gibt es auch viele und die haben auch häufig einen guten Humor und gute Kompetenz sowieso.
00:31:56: Ich glaube das braucht an vielen Stellen so eine gute Mischung aus.
00:32:00: ich höre weg bei manchen Sachen.
00:32:02: was ich von angesprochen habe die wechseljahresendungen kann man auch kommentare ignorieren hab ich diesmal oft nicht gemacht weil man muss dann irgendwie entscheiden wo kann man Sachen verändern und Denkanstöße geben Und wo sagt man, ja komm in einem jahren Rente.
00:32:18: Dann muss ich mich mit ihm nicht mehr beschäftigen.
00:32:20: und das würde ich sagen ist eine der wichtigsten Soft Skills für Frauen aber nicht nur im Medienbusiness glaube ich also da dafür sich zu entscheiden.
00:32:31: Ich habe tatsächlich auch eine Kollegin, die mich vor einem halben Jahr völlig aus der Fassung gebracht hat.
00:32:35: Weil sie sagte... Du bist doch Mutter!
00:32:38: Warum arbeitest du so viel?
00:32:40: Und ich dachte, hey, du bist doch auch Mutter und du hast doch gerade... Hey, warum macht sie
00:32:46: sowas?!
00:32:46: Ja, warum gibt's sie mir nicht den Support zu sagen ja cool dass du so viele erfolgreiche Sendungen hier moderierst und...
00:32:54: Sonst war es ein bisschen neid auch dabei?
00:32:55: Weiß ich nicht.
00:32:56: aber ich würde mal sagen da also puh da muss man nochmal Da ist noch was zu tun.
00:33:02: Wenn selbst die Mütter kritisieren, dann sind wir ... Am Beginn eines Backlashes.
00:33:08: Ja, absolut!
00:33:09: Auf jeden Fall arbeitest du ja auch am Wochenende und abends in mich an... Du hast ja schon gesagt, du hast eine Tochter.
00:33:16: Wie schaffst du das dieses Selbstverständnis hinzubekommen zwischen Familie und Karriere?
00:33:22: Wenn deine Kolleginnen zu dir sagen, dass irgendwie zu händeln und ausbalancieren und bei dir zu sein aber doch nicht das Gefühl haben, da kommt jetzt was zu kurz.
00:33:34: würde ich gar nicht mal sagen.
00:33:36: Ich habe letztens den Spruch gelesen, wenn man Mutter ist und arbeitet dann kommt immer irgendwas zu kurz entweder man selber die Wohnung oder die Arbeit oder der Partner.
00:33:46: deshalb also das wirkt nach außen hin alles sehr organisiert und sehr gut.
00:33:51: aber es gibt natürlich auch viele Gespräche darüber und ich hab gerade meine Wochenendzeiten gekürzt mache jetzt nur noch einen Wochenende im Monat muss natürlich dazu sagen ab an anderen Stellen dann auch unter der Woche frei kann mit dem Kind-Arzttermine wahrnehmen, kann sie als Mittagskind nach der Schule holen.
00:34:09: Da ist alles so ein Ying und Yang.
00:34:11: Vor- und Nachteile.
00:34:12: Du musst einfach noch ein bisschen warten bis die ein bisschen größer ist.
00:34:15: Erledigt
00:34:16: sich das von alleine aus echten Erfahrungen dann, wenn die das toll werden, wenn Mama irgendwie am Wochenende gar nicht da ist?
00:34:21: Entweder das oder ich hab's ja auch manchmal Sonntags mit... Funkhaus, dann machen wir zusammen Hausaufgaben.
00:34:28: Also Sonntag früh ist jetzt erfahrungsgemäß im Sport nicht so viel los wenn jetzt nicht gerade ein großer Ereignis stattfindet und durch Zeitverschiebung und dann hat sie da erlebt ihr Leben.
00:34:39: Da haben wir Alpert gucken, machen Hausaufgaben.
00:34:41: Wir fahren mal an die dreizehnte Etage gucken über Leipzig in der Kantine gibt's immer hier ein Schokoregel und so zugesteckt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort.
00:34:50: ja man kann das ganz gut kombinieren.
00:34:53: Naja zumindest gibst du ihr das Bild einer Mutter mit, die ja die Arbeit, die Karriere machen kann und dass es eben möglich ist?
00:35:02: Ja das ist glaube ich ja ganz wichtig, ein positives Mindset auch an seine Kinder weitergibt.
00:35:10: Und wir waren ja schon mal viel weiter, wenn ich meine Eltern frage oder mein Mann der ja auch teilweise in der DDR sozialisiert wurde... Warum ist es jetzt so ein Thema das Mütter arbeiten?
00:35:21: Es war doch zu DDR-Zeiten kein Thema!
00:35:23: Es war auch klar dass jede Mutter arbeitet.
00:35:26: also von daher würde ich das jetzt gar nicht so viel thematisieren, ist halt so Ich arbeite auch gern.
00:35:32: Das ist nicht nur das Geld deswegen, ich liebe es ja.
00:35:36: Ich glaube wir würden das gar nicht so thematisieren.
00:35:38: aber es gibt eben Frauen wie mich die haben beide Seiten festgestellt und beide Seiten erlebt.
00:35:44: Ich war mit vielen Frauen oder von vielen Frauen umgeben die einfach soweit sie Mutter worden dann nicht mehr gearbeitet haben.
00:35:50: und ich habe sie auch selber erlebt ich hab keine Betreuungsplätze bekommen und musste mich da einfach einschränken und reduzieren und das war schon sehr hart.
00:36:00: Ja, und das war immer ein Thema dieses kann ich arbeiten gehen wenn ich Kinder habe.
00:36:04: Und ich hab es persönlich auch sehr lange rausgezögert die Entschleidung für einen Kind weil ich eben die Bedingungen nicht hatte.
00:36:10: Also ich glaube das ist nochmal was anderes wenn man sagen wir mal kasseln Kind bekommt oder in Stuttgart also wenn man das hier in Leipzig hat oder in Jena haben wir momentan die Situation dass wir viel zu wenige Kinder haben für diese Kindergärten und jetzt schließen müssen.
00:36:22: ja
00:36:23: leibt sich mittlerweile auch und das ist auch so.
00:36:25: so.
00:36:25: ein Punkt anstatt aber das ist auf Topik Anstatt jetzt zu sagen, während man jahrzehntelang gesagt hat wir haben einfach nicht so viel Personal für die Kinder auf ihren besseren Betreuungsschlüssel.
00:36:36: Schließt man jetzt Kitas und bleibt beim Betreuungsschlüsse ist
00:36:40: ein bisschen schade.
00:36:41: Aber an dieser Stelle auch noch an meine Eltern und an meine Schwägerinnen vielen Dank fürs öfter mal einspringen weil gerade auch meine Schwägerin wohnt bei uns in der Nähe und manchmal sind es halt anderthalb Stunden Betreuungszeit, die darüber entscheiden ob ich eine Schicht machen kann oder nicht.
00:36:57: Oder ob ich absagen muss und das ist ganz viel wert.
00:37:02: Naja, auf jeden Fall bist du ja für deine Tochter wahrscheinlich so ein kleines Role Model.
00:37:06: Und damit möchte ich zu meinen abschließenden drei schnellen Fragen kommen zu sein.
00:37:10: Schon?
00:37:10: Ja wir sind schon am Ende!
00:37:14: Aber du darfst gerne noch weiter erzählen wenn du möchtest.
00:37:16: also... Ich bin gespannt was noch kommt.
00:37:19: Naja zumindest die dreischnellen Fragen mit der ersten Frage nach deinem persönlichen weiblichen Role-Model, was du hast Also eine Person mit der du dich verbunden fühlst oder die dir Kraft gibt, die dir Mut gibt, gibts so jemanden?
00:37:31: Nee, nicht eine.
00:37:34: Also dazu sind wir alle viel zu individuell.
00:37:37: aber ich merke immer wieder was für einen enorm tollen Freundinnenkreis habe.
00:37:44: Ich fange mit einer anderen an, damit ich nicht gleich so emotional werde.
00:37:47: Da sind Frauen, mit denen ich auch zusammengearbeitet habe und unsere beruflichen Wege haben sich ein bisschen geteilt.
00:37:53: Und trotzdem sind wir nach wie vor in regelmäßigem acht-minütigen Sprachnachricht WhatsApp austauscht und halten uns da auf dem Laufenden und erzählen uns auch wirklich in Teams zu Sachen und supporten uns.
00:38:07: Gerade eine Freundin, wie gesagt die auch die Medien lesen kann und sagt ja in der Stelle hätte ich anders reagieren können.
00:38:14: Also so dieses Überdenken und Sachen auswerten das passierte auf ganz hohem schlauen Niveau.
00:38:22: Ich habe ja ein Torgauer-Abitur gemacht.
00:38:23: Habe ich eine Freundin, die ich seit der fünften Klasse kenne, die jetzt in Mexiko stattlebt.
00:38:28: Also hat dort ihren Ehempartner zwei Kinder und hat einen Kindergarten, eine Grundschule oder eine weiterführende Schule gegründet.
00:38:35: Das finde ich echt irre bei all dem!
00:38:38: Die hat nochmal um beim Bild zu bleiben drei Teller mehr zu drehen Und gute Freunde Tod mehrfach von der Schippe gesprungen ist und nach wie vor so ihren superguten Humor behält, auch jobbenmäßig ordentlich Gas gibt.
00:38:53: und einfach ganz, ganz toll ist.
00:38:55: Und ja meine Mutter als Vorbild.
00:38:56: ich möchte es nicht auf eine
00:38:57: beschränken.".
00:38:59: Ja das geht ja oft auch gar nicht.
00:39:01: Aber ein schönes Statement wenn du sagst du hast ein tolles großes Mädelsnetzwerk, auf das du dich verlassen kannst.
00:39:09: Es ist glaube ich ganz wichtig Freundin zu haben mit dem man durch Höhen- und Tiefen geht.
00:39:13: Ich glaube das ist ganz wichtig für's Alter.
00:39:16: gesund, mobil und fit bleibt dieser soziale Austausch.
00:39:20: Auf jeden Fall!
00:39:21: Die zweite Frage bezieht sich auf deinen Happy Place?
00:39:24: Wer ist das?
00:39:26: Sind das die Leipziger Seen?
00:39:27: Ist es die Ostsee?
00:39:28: Deine Gartenterrasse?
00:39:31: An welchem Ort fühlst du dich wohl wenn das Mikro aus ist?
00:39:35: Verschiedener... Also in Leipzig ist mein Balkon mit der Abendsonne, der mir auch verdeutlicht dass ich wirklich ein gutes Leben habe, sehr gutes Leben.
00:39:47: Dann haben wir noch einen Wochenendehäuschen zwischen Leipzig und Wittenberg in der Dübener Heider so im Kiefernwald.
00:39:53: Und dort kommt man an hat vor allem kein Netz.
00:39:57: Hat aber ganz tolle Waldluft.
00:39:59: also Dort runterzukommen, ist wirklich toll.
00:40:02: So ein Waldspaziergang bringt mir unglaublich viel.
00:40:05: Dort ist mein Happy Place auch der Holzhackplatz.
00:40:07: Ich liebe Holzhacken!
00:40:08: Es ist einfach so einen super Ausgleich zur Radiosendung machen, Radio Sendungen machen, abgehakt... Fertig.
00:40:17: Man sieht danach nichts beim Holzhaken, hat man da noch das Holz und wenn es dann trocknet?
00:40:21: Und es wird Winter!
00:40:22: Dann hat man noch die Wärme daraus... ...und man kann sich beim Holzhacken auf nichts anderes konzentrieren.
00:40:27: oder wäre es ungut, wenn man sich noch auf was anderes koncentriert als aufs Holzhacken weil gefährlich.
00:40:33: In Torgau falls ihr da mal seid von den Elbwiesen auf's Schloss zu gucken und an der Elbe zu sitzen ist auch ganz toll.
00:40:41: Zum Beispiel auch immer August, wenn man viele Sternschnuppen sieht.
00:40:44: Dann ist das eine große Empfehlung.
00:40:46: Klingt mega!
00:40:47: Super Shout-Out Susanne finde ich selber auch begeistert.
00:40:50: So und jetzt als abschließende Frage der in Power Spruch welchen Satz sagst du dir oder anderen?
00:40:56: Wenn du dich motivieren möchtest...
00:40:59: Was würde ein Mann jetzt tun?
00:41:02: Es hängt viel mit dem Mutthema zusammen und mit dem ach scheiß ich mach das jetzt.
00:41:07: also dass hat in den letzten Zwei, drei Jahren ziemlich gut funktioniert.
00:41:12: Wenn es die Frage gab, wir wollen hier ein neues Format aufziehen.
00:41:15: Wer hat Lust das zu moderieren?
00:41:17: Was wäre da in meinen ...
00:41:18: Ja
00:41:19: komm ich versuch's!
00:41:20: Ich mach' das jetzt, ich sag was ich kann.
00:41:22: so und auch bei so of air Moderationsanfragen hatte ich vor einer Woche den Bürgerdialog.
00:41:30: Da ging's um hartes Thema, um Altlasten an der Talsperre Und wusste ich, naja, das könnte schon auch könnte schon auch unangenehm werden, aber darum geht es ja letztlich beim Moderieren.
00:41:40: Dass man irgendwie versucht Menschen die keine Kommunikationsprofis sind, die vielleicht an manchen Punkten emotional ein bisschen drüber sind dass man das einordnen weiter gibt eine Lösung findet.
00:41:53: da habe ich kurz überlegt ob ich das mache?
00:41:55: Ob ich mir das zutraue?
00:41:56: Dann hab' ich gedacht Was würde ein Mann tun?
00:41:59: Da würde es machen.
00:42:00: Okay, dann mag ich's auch und damit fahre ich ganz gut.
00:42:03: Das ist zwar nach einem Pauschbruch gefragt aber was mir hilft ist Musik.
00:42:08: Und da gibt's eine Szene mit Reese Witherspoon in Wilds.
00:42:12: Da läuft sie den Pacific Coast Train.
00:42:15: Genau!
00:42:16: Dann ist sie an so einem Punkt an dem sie nicht weiter kommt.
00:42:20: Komm schon, hilf mir Bruce oder laufe von Bruce Pringsteen.
00:42:24: Tougher als der Rest.
00:42:25: und manchmal komme ich auch an den Punkt und denk mir so... Ich muss es jetzt mal hören.
00:42:31: Herrlich!
00:42:31: Also
00:42:32: das muss ich auf jeden Fall ausprobieren.
00:42:34: Was würde ein Mann tun?
00:42:35: Find' ich mega.
00:42:36: Das ist eine tolle Strategie.
00:42:38: also toll dass du dir das so auch... bewusst machen kann, dass es so ist und das dann auch realisieren kannst.
00:42:45: Wir sind am Ende unseres Gesprächs
00:42:47: zu
00:42:47: sein!
00:42:47: Ja also wir können das gerne in dem Teil zwei weiterführen hat mir auch totalen Spaß gemacht.
00:42:52: ich freue mich jetzt schon auf deine nächste Sendung.
00:42:54: und ja und wo das ist würde ich gerne auch in den Shownots verlinken, da andere dir zuhören können.
00:42:59: auf jeden Fall und dann sage ich alles Gute und bis bald.
00:43:02: Vielen Dank dir auch alles Gutes.
00:43:04: Danke Tschüss.
00:43:07: Das war eine neue
00:43:08: Folge von
00:43:09: Calling East.
00:43:10: Ich hoffe, es hat euch inspiriert und ihr seid auch
00:43:12: beim nächsten
00:43:13: Mal dabei.
00:43:14: Alle
00:43:14: Infos und Links
00:43:15: findet ihr in den Shownotes!
00:43:17: Ich freue mich wenn ihr dem Podcast liked, weiterempfehlt und abonniert.
00:43:21: Übrigens
00:43:22: Wenn Ihr selbst ein Rollmodel seid oder eine Form Osten kennt mit der ich sprechen sollte meldet Euch gern.
Neuer Kommentar